
In der Fragestunde des Landtags wollte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Janina Strelow wissen, welche Kenntnisse der Senat über das Forschungsprojekt „SilentBorder“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremerhaven zur Entwicklung neuartiger Container-Scanner hat. „Welches Potenzial sieht der Senat in der Technologie im Kampf gegen Drogenschmuggel und welche weiteren Maßnahmen werden verfolgt? Und in welchem Rahmen könnte eine Erprobung der Technik in den bremischen Häfen unterstützt werden?“
Wie der zuständige Kai Stührenberg berichtete, habe der Senat Kenntnis vom EU-geförderten Forschungsprojekt „SilentBorder“, an dem das DLR in Bremerhaven beteiligt gewesen sei. Entwickelt worden sei ein neuartiger Scanner, mit dem Schmuggelware, versteckte Personen und andere verdächtige Objekte schneller und sicherer erkannt werden könnten. Ein erster Prototyp sei bereits im Juni 2025 vorgestellt worden. Mit dem Folgeprojekt „SilentBorder2“ solle die Technologie bis 2029 weiterentwickelt werden; eine Marktreife werde jedoch noch nicht erwartet.
Des Weiteren werde der Kampf gegen Drogenschmuggel über die Häfen als Gemeinschaftsaufgabe von Zoll, Polizei und weiteren Behörden verstanden. Dem Zoll stünden in Bremerhaven bereits verschiedene Kontrolltechniken zur Verfügung; darunter mobile Röntgenanlagen, Scan-Vans, Drogenschnelltests, Spektrometer und Video-Endoskope. Zudem sei die bestehende Containerprüfanlage 2025 an einen neuen Standort verlegt worden, um künftig auch Kleintransporter kontrollieren zu können.
