Aus der Stadtbürgerschaft | 22. September 2026

Stadtteilbezogene Jugendbeteiligung umsetzen

Das Modellprojekt zur Beteiligung von Jugendlichen an der Weiterentwicklung von jugendbezogener Infrastruktur ist ein zentraler Baustein für die Mitbestimmung von jungen Menschen in Bremen. Das Projekt verfolgt das Ziel, Jugendliche direkt in die Gestaltung und Verbesserung ihrer städtischen Umgebung sowie der lokalen Jugendarbeit einzubinden. Dafür wurde eine Umfrage durchgeführt, um deren Wünsche und Ideen einzuholen. Selin Arpaz, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, hat heute in der Stadtbürgerschaft nachgefragt, wie es um die Umsetzung der Ergebnisse steht.

Selin Arpaz
Selin Arpaz

Das Modellprojekt startete in Walle, Huchting und Blumenthal, weshalb Selin Arpaz zunächst beim Senat nachfragte, welche konkreten Wünsche die Jugendlichen in diesen drei Stadtteilen äußerten und bis wann diese umgesetzt würden. Auch die Rolle von Akteuren wie Jugendbeiräten und Jugendforen interessierte die SPD-Abgeordnete.

Frei zugängliche Aufenthaltsorte haben Priorität

Für den Senat antwortete Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Er betonte dabei zunächst nicht nur den großen Umfang, sondern auch die Vielfalt der Rückmeldungen. In Blumenthal habe sich vor allem der Wunsch nach einem Multifunktionsplatz als Spiel- und Sportfläche herauskristallisiert. In Walle ergab sich der Wunsch nach einem überdachten Aufenthaltsort mit Sitzmöglichkeiten sowie ergänzenden Sportangeboten, weshalb dort zusätzlich die Montage eines öffentlich zugänglichen Basketballskorbes priorisiert wird. In Huchting fiel die Wahl auf freies WLAN am Sodenmattsee sowie die Wiederaufnahme der langen Nächte für Fuß- und Basketballsport. All diese Projekte befänden sich aktuell in der Umsetzung und würden über das Jugendbudget für das Jahr 2026 realisiert. Generell priorisierten die Befragten vor allem frei zugängliche Aufenthaltsorte, die sauber, überdacht und kostenlos sowie von den Jugendlichen selbst organisiert sein sollten.

Enge Einbeziehung von Jugendlichen

Andreas Bovenschulte hob dabei die enge Einbeziehung der Jugendlichen bereits bei der Konzeption der Fragebögen hervor. So seien bereits für die Entwürfe Feedback von Schulklassen und Jugendbeiräten eingeholt worden. Insgesamt nahmen bei der Modellumfrage für Walle, Huchting und Blumenthal, die im letzten Jahr stattfand, 452 Jugendliche teil. In diesem Jahr wurde die Umfrage auch für alle anderen Stadtteile geöffnet; 1302 Jugendliche haben die Umfrage vollständig ausgefüllt.