
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat die heutige Kritik des pflegepolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Rainer Bensch, am Ausbildungsunterstützungsfonds als „schlicht und ergreifend daneben“ zurückgewiesen. „Der pflegepolitische Sprecher der CDU hat offenbar weder von Pflege noch vom Ausbildungsunterstützungsfonds eine Ahnung.“
Bensch hatte heute in einer Pressemitteilung erklärt, dass der Fonds zusätzliche Kosten und Bürokratie für die Träger verursache, aber keine zusätzlichen Ausbildungsplätze schaffe. Stahmann wies demgegenüber darauf hin, dass die Pflegeausbildung von diesem Fonds gar nicht betroffen sei, denn diese werde bereits seit dem Pflegeberufegesetz von 2019/2020 verpflichtend über einen eigenen, branchenspezifischen Pflege-Ausbildungsfonds umlagefinanziert, den jedes Bundesland einrichten müsse. „Wenn Bensch dem Senat vorwirft, mit dem Ausbildungsunterstützungsfonds die Pflege zu verteuern, verwechselt er also zwei unterschiedliche Instrumente“, so der SPD-Politiker.
Und auch der pauschale Vorwurf von Kosten und Bürokratie ohne Nutzen überzeuge nicht: „Umlagefinanzierte Ausbildungsmodelle sind in Deutschland seit Jahrzehnten bewährte Praxis – etwa in der Bauwirtschaft, wo ein solches Solidarmodell seit 1976 nachweislich zu mehr statt weniger Ausbildungsplätzen führt.“
Andreas Reißig
Pressesprecher
SPD-Bürgerschaftsfraktion Land Bremen
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