
„Wie viele Beschäftigte im Land Bremen profitieren von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in den Jahren 2026 und 2027? In welchen Branchen sind besonders viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen? Und welche demografischen Gruppen profitieren besonders?“ Diese Fragen hat der arbeitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Basem Khan, heute in der Fragestunde der Bürgerschaft an den Senat gerichtet.

Der gesetzliche Mindestlohn sei zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde gestiegen und soll Anfang 2027 weiter auf 14,60 Euro ansteigen, wie der Staatsrat für Arbeit, Dr. Gunnar Isenberg, dazu ausführte. Dabei hätten nach Schätzungen des Statistischen Landesamtes vom April 2025 rund 62.000 Beschäftigte im Land Bremen unterhalb dieser Schwellen verdient. Seit 1. Januar hätten davon nun etwa 40.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Anspruch auf die neu geltende Mindestlohnhöhe, was insgesamt rund 10,4 Prozent der unter das Mindestlohngesetz fallenden Beschäftigten entspreche.
Besonders viele Begünstigte seien im Gastgewerbe, im Einzelhandel, in der Arbeitnehmerüberlassung sowie in sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie Gebäudereinigung oder Sicherheitsdiensten zu erwarten. Laut des Senats würden hier vor allem Frauen, jüngere Beschäftigte, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ausländischer Staatsangehörigkeit überdurchschnittlich profitieren.