
Bremen will Rückstände im Migrationsamt mit zusätzlichem Personal, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) abbauen. Ziel ist es, die teils jahrelangen Wartezeiten deutlich zu verkürzen und die stark gestiegenen Antragszahlen effizienter zu bewältigen.

Die Bremer Stadtbürgerschaft hat heute Maßnahmen zur Entlastung des Migrationsamtes beschlossen. Hintergrund sind stark gestiegene Einbürgerungszahlen bei gleichzeitig langen Bearbeitungszeiten von bis zu 31 Monaten. Ein befristeter Personalpool sowie mehr Digitalisierung in den Arbeitsabläufen sollen nun Abhilfe schaffen.
Im Zentrum steht dabei ein zusätzlicher Pool von zehn Kräften, die vor allem administrative und publikumsnahe Aufgaben übernehmen sollen. Dadurch sollen Fachkräfte entlastet und Verfahren schneller bearbeitet werden können. Parallel sollen Prozesse optimiert und verstärkt auf digitale Lösungen gesetzt werden, etwa bei der Dokumentenprüfung.
„Die hohe Zahl an Einbürgerungen zeigt, dass Integration in Bremen funktioniert. Deswegen investieren wir in Personal und in KI, damit der Einbürgerungswunsch schneller realisiert werden kann“, betonte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Kevin Lenkeit, in der Debatte. „Wartezeiten von über zweieinhalb Jahren sind für die Betroffenen nicht akzeptabel. Wir brauchen schnell spürbare Entlastung.“