Aus dem Landtag | 26. August 2026

Bremen verschärft Nichtraucherschutz

Das Rauchverbot in Bremen und Bremerhaven wird künftig an weiteren öffentlichen Orten gelten – und zwar auch für Cannabis, E-Zigaretten und Verdampfungsgeräte. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ute Reimers-Bruns betonte dabei den Vorrang des Gesundheitsschutzes, insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Ute Reimers-Bruns
Ute Reimers-Bruns

Die Bremische Bürgerschaft hat heute die Novelle des Nichtraucherschutzgesetzes beschlossen. Damit wird der Schutz vor Passivrauch auf weitere Orte und Konsumformen ausgeweitet. In Zukunft gilt das Rauchverbot auch an überdachten Haltestellen, in Spielbanken und Spielhallen sowie in bestimmten Außenbereichen von Freizeit- und Vergnügungsstätten. Auch die Außengastronomie von Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen werden mit dieser Novellierung einbezogen.

Ute Reimers-Bruns begründete als gesundheitspolitische Sprecherin die Neuregelung mit den gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens: „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass nicht nur das Rauchen gesundheitsschädlich ist, sondern ebenso das Passivrauchen.“ Besonders Kinder, Jugendliche, Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte müssten besser geschützt werden. Die Novelle berücksichtigt zudem neue Konsumformen. Das Rauchverbot wird auf Cannabis sowie E-Zigaretten und Verdampfungsgeräte für Tabak und Cannabis ausgeweitet. „Unser Anspruch ist ein angemessener Ausgleich zwischen den Interessen der Rauchenden und dem Schutz der Nichtrauchenden – unser Schwerpunkt liegt aber klar auf dem Schutz der Gesundheit.“