
Die Bremische Bürgerschaft hat heute ein Zehn-Punkte-Programm zur Stärkung der Bildungskompetenzen im Land verabschiedet. „Damit reagieren wir auf den jüngsten IQB-Bildungstrend – und wir sprechen über nichts Geringeres als die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen in unseren beiden Stadtgemeinden“, erklärte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Falko Bries. Der IQB-Bildungstrend ist eine vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen durchgeführte, regelmäßige Studie, die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern misst. Die rot-grün-rote Koalition hatte den Antrag auf Initiative der Sozialdemokraten eingebracht.

„Wir können es nicht hinnehmen, dass ein wachsender Teil der Schülerinnen und Schüler die Mindeststandards in Mathematik und Naturwissenschaften nicht erreicht“, betonte Falko Bries. „Es braucht eine klare Strategie, die das gesamte System in den Blick nimmt. Und wir müssen dort investieren, wo es den größten Unterschied macht.“ Der Bildungspolitiker hob dabei vier
Schwerpunkte hervor: Die Stärkung von Schulen in benachteiligten Quartieren, die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität, die Sicherung der Unterrichtszeit sowie die zusätzliche Förderung von Jugendlichen in der Zeit vor dem Schulabschluss.
Darüber hinaus soll das im Jahr 2022 eingerichtete Institut für Qualitätsentwicklung im Land Bremen (IQHB) als unabhängige wissenschaftliche Einrichtung gesetzlich verankert werden. „Das IQHB soll dabei ein verlässlicher Partner der Schulen sein – in der Analyse, in der Beratung, in der Entwicklung. Qualitätsentwicklung gelingt nur gemeinsam mit den Schulen, nicht über ihre Köpfe hinweg“, so Falko Bries. „Wenn wir unsere beiden Initiativen zusammendenken, entsteht ein klares Bild – ein Bildungssystem, das nicht kapituliert, sondern handelt; ein System, das sich nicht an der Statistik orientiert, sondern am einzelnen Kind; ein System, das weiß, dass Chancen nicht verteilt, sondern geschaffen werden.“