
Die rot-grün-rote Koalition will in Bremen und Bremerhaven markante Einzelbäume und Naturdenkmale gezielt unter Schutz stellen. Der umwelt- und klimapolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Derik Eicke, betonte in der Bremischen Bürgerschaft die besondere Bedeutung alter Bäume für das Leben in den Stadtteilen.
„Manchmal merkt man erst dann, wie wichtig etwas für einen Stadtteil war, wenn es plötzlich nicht mehr da ist“, erläuterte der SPD-Abgeordnete. Alte Kastanien, Eichen oder Linden seien weit mehr als Stadtgrün: Sie dienten als Treffpunkte, Orientierungspunkte und Erinnerungsorte vieler Menschen. „Wir reden über Identität, über das Gesicht unserer Stadtteile und darüber, was wir als Stadtgesellschaft bewahren wollen.“ Hintergrund des Koalitionsantrags ist, dass das Land seit rund 20 Jahren keine wirksame Regelung hat, um herausragende Einzelbäume als Naturdenkmale auszuweisen. So sollen künftig Ortsämter, Beiräte, Schulen und Nachbarschaften stärker eingebunden werden, um prägende Orte vor Ort zu identifizieren.
Neben dem kulturellen Wert hob Derik Eicke auch die ökologische Bedeutung hervor. Alte Bäume verbesserten das Stadtklima, spendeten Schatten und speicherten CO2. „Dieser Antrag verbindet ökologische Verantwortung mit kommunaler Identität“, erklärte er. Ziel sei es, lebenswerte Stadtteile mit Charakter und Wiedererkennungswert zu erhalten.
