
Assistenzhunde ermöglichen Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen mehr Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. In der Bürgerschaft wurde heute ein Koalitionsantrag beschlossen, durch den die Verfahren für Prüfung und Zertifizierung verbessert werden sollen.
Für viele Menschen sind Assistenzhunde ein wichtiger Begleiter im Alltag. Sie unterstützen bei der Orientierung, warnen vor gesundheitlichen Risiken oder helfen bei alltäglichen Aufgaben. Damit ermöglichen sie ihren Halterinnen und Haltern mehr Mobilität, Sicherheit und Unabhängigkeit. In der Plenardebatte hat Holger Welt, Sprecher der SPD-Fraktion für Tierschutz, nun für eine verlässliche und praktikable Anerkennung der Tiere geworben.
Zum Hintergrund: Seit 2021 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf die Begleitung durch einen Assistenzhund – unter anderem in Supermärkten, Restaurants oder Arztpraxen. Mit einer seit 2023 geltenden Verordnung wurden zudem bundesweit einheitliche Standards für Ausbildung, Prüfung und Zertifizierung geschaffen. In der praktischen Umsetzung gibt es allerdings noch offene Fragen und Lücken. So ist die für die Zulassung von Ausbildungsstätten vorgesehene fachliche Stelle bislang nicht eingerichtet. Dadurch sind reguläre Prüfungen und Zertifizierungen derzeit nur eingeschränkt möglich. Für Betroffene kann das den Nachweis des Status‘ als Assistenzhund erschweren.
Holger Welt sprach sich deshalb für schnelle Lösungen aus. Ziel sei es, die Verfahren verlässlich zu ermöglichen und damit Rechtssicherheit für Menschen mit Assistenzhunden zu schaffen. „Es muss dringend ermöglicht werden, dass Assistenzhunde schnell geprüft und zertifiziert werden“, so der SPD-Abgeordnete.
