
Am vergangenen Wochenende hatte der Arbeitgeberverband Nordmetall seine Bereitschaft bekundet, sich am Umbau des Konzerthauses „Glocke“ zu beteiligen. „Das ist ein wichtiges Signal für die Kultur in Bremen“, erklärte Volker Stahmann dazu heute in der Stadtbürgerschaft. Er appellierte daran, die Bedeutung der Glocke als international renommiertes Konzerthaus in den Vordergrund zu stellen.

Tourismus sei eine wichtige Einnahmequelle des Landes, wie der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion betonte. In den vergangenen beiden Jahren seien jeweils Besucherrekorde aufgestellt worden. Ein Grund für die Beliebtheit Bremens sei dabei die Kultur. Kultureinrichtungen wie die Glocke hätten eine Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen und das direkte Umfeld hinaus gehe. Zur Wahrheit gehöre jedoch auch: „Der Zustand der Glocke ist herausfordernd. Mängel beim Brandschutz, veraltete Elektronik und sanitäre Anlagen zeugen vom Renovierungszustand“, so Volker Stahmann. „Wir müssen viel Zeit und Geld in die Hand nehmen.“
Dritter Saal als Chance
Doch nicht bloß eine Restaurierung der vorhandenen Räumlichkeiten steht zur Debatte – sondern auch ein Umbau, in dessen Zuge ein neuer, dritter Saal gebaut werden soll. „Was wir brauchen, ist eine Öffnung der Glocke für ein anderes Publikum“, erläuterte der SPD-Abgeordnete. „Der dritte Saal hätte die Möglichkeit, ein anderes Publikum, ein jüngeres Publikum, andere Musik anzusprechen.“ Neben dem Anspruch auf einen erheblichen Bundeszuschuss seien dabei auch Spenden von privater Seite gefragt. So habe etwa der Arbeitgeberverband Nordmetall seine Bereitschaft zur Leistung einer größeren Spende signalisiert. Volker Stahmann: „Das Wichtigste ist jetzt, dass wir die Glocke gemeinsam vorantreiben.“