Aus der Stadtbürgerschaft | 23. Juni 2026

Bremen verschärft Kampf gegen Problemimmobilien

Bremen setzt den Kampf gegen Problemimmobilien konsequent fort. Falk Wagner verwies in der Stadtbürgerschaft auf Erfolge bei der Beseitigung menschenunwürdiger Wohnverhältnisse, der Aktivierung von Leerständen und der Sanierung belasteter Quartiere.

Bei der Bekämpfung von Problemimmobilien brauche es sowohl schnelles Handeln als auch Ausdauer, erklärte der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion. „Wir können nicht nur Sprint, wir können auch den Marathon“, betonte er mit Blick auf die Arbeit der zuständigen Task Force. Diese gehe gegen menschenunwürdige Wohnverhältnisse ebenso vor wie gegen Leerstände, Schrottimmobilien und schlecht verwaltete Wohnanlagen.

„Wir können nicht nur Sprint, wir können auch Marathon“

Als Beispiele nannte der SPD-Abgeordnete das Eingreifen der Stadt bei der Huchtinger Robinsbalje, die Reaktivierung von 180 leerstehenden Wohnungen sowie den Abriss maroder Gebäude. Besonders kritisch äußerte sich Falk Wagner zu großen Wohnanlagen in den Händen internationaler Fonds. „Schimmel, Müll, bröckelnde Balkone – und das einzige, was pünktlich kommt, ist die Mieterhöhung. Das ist in solchen Fällen typischerweise die traurige Realität.“

Falk Wagner
Falk Wagner

Demgegenüber verwies der Sozialdemokrat auf positive Entwicklungen bei Wohnungsbeständen in öffentlicher Hand. Projekte in der Lüssumer Heide, in Tenever und in Blumenthal zeigten, dass eine gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung Quartiere nachhaltig verbessern könne. Rückenwind erwartet die SPD-Fraktion zudem von der geplanten Reform des Baugesetzbuches, die Kommunen künftig mehr Möglichkeiten im Umgang mit Problemimmobilien geben soll.