
Die Reform der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Bremen nimmt konkrete Gestalt an. Nach einstimmigen Beschlüssen im Jugendhilfeausschuss sieht die SPD-Fraktion einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mit mehr Transparenz, mehr finanziellen Mitteln und mehr Sicherheit würden die Angebote für junge Menschen langfristig gestärkt. Im Rahmen einer Aktuellen Stunde in der Stadtbürgerschaft würdigte Selin Arpaz die Reformen als „großen Erfolg für junge Menschen, Träger und Einrichtungen“.
„Mit dem neuen Finanzierungssystem kommen große Verbesserungen“, betonte die jugendpolitische Sprecherin der Fraktion. Nach Jahren intensiver Diskussionen sei es gelungen, eine neue Finanzierungssystematik auf den Weg zu bringen, die den tatsächlichen Bedarf in den Stadtteilen stärker berücksichtige. Dabei flössen unter anderem die Zahl der jungen Einwohnerinnen und Einwohner sowie die soziale Lage vor Ort in die Mittelverteilung ein. Ein zentrales Ziel sei dabei, die Finanzierung der Einrichtungen nachvollziehbarer und gerechter zu gestalten. Gleichzeitig würden die finanziellen Mittel deutlich aufgestockt. Insgesamt sollen mindestens 1,6 Millionen Euro zusätzlich in die OKJA fließen. Davon profitierten insbesondere Stadtteile mit besonderen sozialen Herausforderungen.
Neben der Finanzierung setze die Reform auf verbindliche Qualitätsstandards, erklärte Selin Arpaz. Dazu gehörten klare Vorgaben für Öffnungszeiten, insbesondere an Wochenenden. „Mit der neuen Finanzierungssystematik erhält die Offene Kinder- und Jugendarbeit damit nicht nur mehr Geld, sondern auch eine langfristig verlässliche Perspektive.“
